10.09.2019
Mobile Connect – die Ablösung des Passwortes

Für die Mobilfunkkunden in Deutschland wird das digitale Leben in Zukunft noch sicherer – das behauptet die neue Allianz aus der Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone Deutschland. Drei Mobilfunkanbieter, welche eigentlich Konkurrenten sind, haben sich zusammengeschlossen und starten Mobile Connect.

Mobile Connect ist ein weltweit etabliertes, handybasiertes Login-Verfahren und ermöglicht eine einfache und geschützte Anmeldung bei Internet-Angeboten auf PCs, Tablets und Mobiltelefonen mit der eigenen Telefonnummer. Dies soll künftig die Passwörter bei Anmeldeverfahren ersetzen und so für mehr Sicherheit vor Cyberkriminalität sorgen.

 

In Europa arbeiten bereits verschiedene Instanzen daran, den US-Tech-Konzernen mit deren Walled Gardens entgegensetzen zu können. Mit Mobile Connect kann dies möglich sein. Bereits vor anderthalb Jahren wurde das Produkt angekündigt. Nun ist Mobile Connect marktreif.

Die Allianz löst das Login-Verfahren mittels einer SMS, die nach der Anmeldung auf das Smartphone des Nutzers geschickt wird. Diese SMS enthält einen Link, der mit antippen die Informationen „pseudonymisiert“ an den Betreiber sendet. Der zusätzliche Einsatz einer Zwei-Faktor-Authentisierung ist ebenfalls denkbar.

Die Mobilfunkbetreiber haben bereits den ersten Partner mit Verimi gefunden. Verimi ist eine der großen, bestehenden europäischen Datenallianzen. Verimi hat seinen Fokus auf Indentitätshandling für transaktionale Themen wie Banking gelegt und wurde bereits in der Vergangenheit von der Deutschen Telekom unterstützt. Mobile Connect wird gemeinsam mit Verimi eine weitere Identifiktationsmöglichkeit bieten, um sich im Netz für die Dienste der Verbündeten innerhalb der Datenallianz anzumelden.

 

Insgesamt sollen 70 Netzbetreiber in knapp 40 Ländern mitwirken. Von Mobile Connect verspricht sich die Deutsche Telekom laut der offiziellen Mitteilung höhere Abschlussquoten, mehr Umsatz und ein geringeres Betrugsrisiko. Das kann mittelfristig auch durch das automatische Ausfüllen von Bestellmasken gelingen, da Informationen wie Bankverbindung und Lieferadresse des Kunden schließlich dem Netzbetreiber vorliegen. Gleichzeitig wird an weiteren Authentifizierungsmethoden sowie einem besseren Bedienkomfort sowie einer höheren Geschwindigkeit gearbeitet. Die dank Messenger vom Aussterben bedrohte SMS scheint jedoch auch nach über einem Jahr seit der Ankündigung vorerst das Mittel der Wahl zu sein.

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