17.09.2019
5G-Nachfolger bereits in Planung

Nachdem der neue Mobilfunkstandard 5G sich gerade im Aufbau befindet, arbeiten Forscher bereits an dessen Nachfolger: 6G. Höhere Übertragungsraten, kürzere Verzögerungszeiten, eine größere Gerätedichte und die Integration von Künstlicher Intelligenz ist geplant.

Bei 6G-Mobilfunk soll eine direkte Kopplung von Terahertz-Antennen und Lichtwellenleitern den Mobilfunk fit für noch höhere Datenraten, geringere Latenzen und mehr Teilnehmern machen.

Aufgrund des stark zunehmenden Datenverkehrs wird 6G notwendig sein. Laut Cisco soll bereits bis zum Jahr 2021 der Datenverkehr in drahtlosen Kommunikationsnetzen mehr als 60 % des gesamten Internetverkehrs ausmachen. Um die daraus resultierenden Kapazitätsprobleme zu lösen müssen drahtlose Kommunikationsnetze immer höhere Frequenzen nutzen. Das erfordert Netzwerkinfrastrukturen mit immer mehr und immer kleineren Funkzellen, in denen sich Daten schnell und energieeffizient übertragen lassen. Diese Zelle müssen möglichst nahtlos über leistungsstarke Übertragungsstrecken mit den Glasfaser-Kernnetzwerken verbunden sein.

 

Wissenschaftler des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) arbeiten parallel dazu an einem Projekt mit dem Namen „Terranova“, das sich mit der Verschmelzung von unterschiedlichen Netz-Zugängen befasst. Bisher gibt es keinen nahtlosen Übergang von WLAN und 4G aufgrund abweichender Zugangsdaten. Mit einer Verschmelzung von den unterschiedlichen Netz-Zugängen wäre die aktuell größte Hürde für eine leistungsfähigere Kommunikation mobiler Endgeräte gemeistert.
Obwohl das 5G-Netz ein leistungsstarkes Netz sein wird, wird 6G nicht nur die aktuell genutzten Frequenzen ablösen sondern auch alternative Wege zum Glasfasernetz bereiten.

 

Besonders in ländlichen Regionen ohne flächendeckenden Mobilfunknetzen wäre 6G ein großer Fortschritt mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit und einer Abdeckung mit Gigabyte-Datenraten. Die benötigten Netzwerkleistungen kann man mit zusätzlichen Funkbändern im Tera-Hertz-Bereich erzielen. Punktuell wären möglicherweise sogar Terabit-Geschwindigkeiten möglich. Allerdings gilt hier die Regel je höher die Frequenz, desto schlechter die Penetrationsrate der Funkwellen. Für derart hohe Geschwindigkeiten müsste man Micro-Infrastrukturen installieren. An dieser Stelle kommt die Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Sie wird für die Ermittlung des besten Funkweges benötigt und diesen anschließend aufzubauen. KI-Algorithmen sollen die besten Ein- und Austrittswinkel für Richtstrahlen berechnen und diese im Zick-Zack um Objekte und Lebewesen herum zur Basisstation und zurückführen.

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